Fakenews: Das Märchen vom neuen Waldsterben

Liebe Freunde,

schon vor dreißig Jahren gab es diese endzeitlichen Panikattacken vom angeblich sterbenden Wald. Wie allgemein bekannt, wurde das Waldsterben damals abgesagt. Jetzt erleben wir die Neuauflage dieses alten Märchens von der Grünen-Partei  und der mit ihnen verbandelten Mainstreampresse. Aber keine Sorge: Der Wald ist damals nicht gestorben und wird uns auch in naher und  ferner Zukunft erhalten bleiben. Auf einen sensationsheischenden Artikel auf Seite 1 in der RP vom 28. Mai mit dem Bild eines Kahlschlags:

antwortete ich mit dem unten stehenden Leserbrief:

Sehr geehrtes Redaktionsteam,

 selten kann eine Fake-News so unmittelbar durch Anschauung widerlegt werden wir die Schreckensbotschaft der Rheinischen Post vom 29.5.: „Der Wald stirbt“. Ein kurzer Waldspaziergang belehrt uns eines Besseren: Gottseidank grünt und sprießt es überall in der freien Natur.  Selbst die Jungpflanzen der bereits totgesagten zeigen kräftige Triebe. Das nasskalte Frühjahr war ein wahrer Segen für die Waldgesundheit. Zwar gab es in manchen Bereichen Probleme mit den flachwurzelnden Fichten und Buchen, die unter der mehrjährigen Trockenheit besonders litten.  Aber auch in Spanien, Italien und Südfrankreich, wo es von jeher bedeutend wärmer ist als in unseren Breiten gibt es ausgedehnte Waldgebiete.  Buche und Fichte sind dort seltener anzutreffen, dafür eher die wärmeliebenden Eichen. Absolut kein Grund, jetzt bereits den Abgesang auf den deutschen Wald anzustimmen. Auch die kahlen Flächen, in denen die Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer fielen, werden schon bald wieder in frischem Grün erstrahlen. Wie so etwas funktioniert, das  konnte man schon vor Jahrzehnten im Naturpark „Bayerischer Wald“ beobachten.  

 Was soll ich sagen: Medienschelte mag die RP nun mal gar nicht. Kein Wunder, daß dieser Leserbrief nicht seinen Weg in die Druckspalten fand. Vor einigen Tagen, am 15.Juli, fand sich nun eine Neuauflage, dieses Mal mit Unterstützung des grünen Möchtegern-Kanzlerkandidaten:

Richtig ist: Es gab in den letzten Jahren Probleme mit der Fichte in tieferen Lagen, die im trockenen Frühjahr und  im Sommer mit dem Borkenkäfer zu kämpfen hatte. Auch die Buchen haben vielerorts unter der Trockenheit gelitten.  Zweihunderttausend Hektar Wald waren betroffen. Hört sich gewaltig an, sind aber gerade mal 2% der deutschen Waldfläche.  Von einem großflächigen Absterben unserer  Wälder kann keine Rede sein. Und auch die totgesagte Fichte wächst und gedeiht in neuen Anpflanzungen; auch im Flachland. Man gehe einfach mal mit offenen Augen durch den Wald und achte auf die Schonungen: Man sieht allerorten frische kräftige Triebe an den jungen Fichten. Der Waldbericht  der Bundesregierung? Nur mit Vorsicht zu genießen. Panikmache, wie so manches, mit dem unsere Politiker uns Furcht einflössen wollen.

Hier mal ein Bild aus meinem Wald: Unter dem lockeren Kronenschirm hundertjähriger Fichten sprießt der Nachwuchs. Ganz von alleine, durch die Altbäume selbst ausgesät. Wenn die den Waldschadensbericht der Regierung lesen könnten, nach der vier von fünf Bäumen krank sein sollen: Meine Bäume würden sich krümmen vor Lachen. Statt dessen wachsen die gerade und kräftig gen Himmel:

Ein anderes Beispiel: Mein Auwald.  Auf einer Uferlänge von 110 Metern wachsen Eiche, Ahorn, Lärche, Haselnuss, Erle, Esche, Weide, Zitterpappel, Fichte, Ulme, Wildkirsche, Quitte und Vogelbeere. Gut möglich, daß ich da noch einige Spezies nicht mitgezählt habe:

Waldsterben? Wie man’s nimmt. Zwei Birken zwischendrin haben ihr Lebensalter erreicht und schlagen kaum noch aus. Die mache ich im Herbst zu Brennholz.   

Mein Rat: Geht in Wald und macht Euch selbst ein Bild.  Aber bitte ohne Begleitung irgendwelcher ideologisch bornierter Grünschnäbel, die auch weismachen wollen, daß die frischen Triebe an den Ästen alles Hinweise sind auf todbringende Baumkrankheiten.  

Euer Waldbauer Bernd

 



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