Krebse und Muscheln

Nein, nicht zum Essen. Es geht hier um mein persönliches Naturschutzprojekt; ganz ohne Grüne. Denn wer in der politischen Landschaft durchblickt, dem wird schnell klar: Naturschutz ist bei den Partei-Grünen nichts weiter als raffinierte Camouflage um das eigentliche politische Ziel zu vertuschen: Die Entindustrialisierung des Landes und der radikaler Umbau der Gesellschaft.  Aber hier bei mir geht es um ein ganz konkretes Projekt: Die Wiederansiedlung der fast ausgestorbenen Flußkrebse und der bedrohten Großen Teichmuschel. Und zwar in meinem Gewässer in Oberbayern.  Wie Ihr vielleicht wisst, hatte ich mich schon im letzten Jahr entschlossen den Teich abzulassen um die Graskarpfen zu entnehmen. Die Burschen hatten sämtlichen Pflanzenbewuchs im Teich inklusive Seerosen und Schilfränder restlos abgegrast. Im Herbst hatte es nicht geklappt, aber zu Ostern 2021 sollte es gehen.

Wie schon 2009 hatte ich mir wieder die Hilfe vom Klostergut Steingaden gesichert. Am Samstag vor Palmsonntag fing ich mit dem Ablassen des Teiches an. Fünf Millionen Liter müssen ja irgendwo hin. Am Karsamstag war es dann soweit: Rein mit der Mannschaft in den Schlamm mit Anglerstiefeln und Kescher! Die Überraschung: Außer den Graskarpfen, etwa zehn Wildkarpfen und einigen Goldfischen (Orfen) war der Teich praktisch fischleer! Alle Rotfedern und Moderlieschen, die noch zwei Jahre vorher zu tausenden rumschwammen waren weg! Die einzig plausible Erklärung: Die sind schlichtweg verhungert! Denn ohne Pflanzen im Teich fehlt eben die unterste Stufe der Nahrungskette.

Aber: Meine Teichkrebse hatten sich prächtig vermehrt. Alle Alters- und Entwicklungsstufen: Vom Beinahe-Hummer bis zur Garnelengröße. Allein am Ablauf fischten wir zwei Wannen voll ab. Ich frage mich, wovon sich die ernährt haben. Vermutlich waren das die Leichenzehrer der verschwundenen Rotfedern.

Damals im Jahr 2010, als ich den Teich wieder bespannt hatte (So heißt das Volllaufenlassen im Amtsdeutsch) hatte ich exakt zehn Teichmuscheln in Teich ausgesetzt. Auch die hatten sich vermehrt! Alle Größen von Handteller bis zur Daumennagelgröße. Auch das erfreulich.

Die Graskarpfen wurden alle lebend im Fischbehältern abtransportiert; die Krebse und Wildkarpfen wieder zurückgesetzt und anschließend der Teich wieder angestaut. Als wir letzten Samstag wieder abfuhren, war der Teich schon wieder voll bis auf die letzten 40 cm.

Ich hoffe, daß sich die Flora und Fauna im Teich bald wieder erholen. Wir haben dann zwar keine freie Wasserfläche mehr haben, dafür aber wieder mehr Leben mit Seerosen, Laichkräutern, Libellen, Fröschen, Schlangen und Wasservögeln.

Soweit mein Bericht 2021. Jetzt, ein Jahr später, geht es den Krebsen immer noch bestens. Und die Uferzone erholt sich.

Ostern 2022. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Logisch: In Bayern waren die Grünen noch nie in der Regierung


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