Die Übergriffigkeit von Frau Ulla Schmidt

Sehr geehrte Frau  Schmidt,
Sehr geehrte Damen und Herren der „Lebenshilfe“,

   Ich habe lange überlegt, ob diese Form der Anrede angemessen ist. Sie ist der reinen Höflichkeit geschuldet.

 Ich will eines klarstellen: Ich bin nicht Ihr „Lieber Herr Ulrich“. Ich verbitte mir diese Anrede von Ihnen und Ihrer Organisation aufs Schärfste.

 Nein, ich nehme es Ihnen nicht übel, daß Sie meine Adresse irgendwo gekauft haben. Ich spende für so manche wohltätige Organisation. Ich weiß, daß da auch Personendaten untereinander gehandelt werden. Das  bin ich gewohnt.

 Nein, ich verübele es Ihnen nicht, daß Sie mir mit ein paar netten Aufklebern ein Spende für einen vorgeblich guten Zweck aus dem Brieftasche leiern wollen. Auch diese Gepflogenheit ist mir vertraut.

 Ich nehme es Ihnen übel, daß Sie ausgerechnet mich um Geld angehen. Denn Sie haben mich und meine Parteifreunde vor einigen Monaten in einer Anzeigenkampagne aufs übelste verunglimpft. Ich zitiere wörtlich:

 Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert an die dunkelste Zeiten deutscher Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus  wurden.

 Dieser Nazi-Vergleich ist absolut undiskutabel und zudem unterste Schublade. Denn die AfD-Fraktion hatte lediglich nach quantifizierbaren Erkenntnissen der Regierung bezüglich der Heirat zwischen nahen Verwandten gefragt. Ein Problem, das von Kinderärzten schon mehrfach adressiert wurde. Die gespielte Empörung Ihrer Organisation ist völlig fehl am Platz.

 Haben Sie bitte Verständnis, daß ich diese gehässige, absolut undiskutable Art einer bösartigen Verunglimpfung nicht auch noch mit meinen Spendengeldern alimentieren will. Wenn ich spende, dann soll das Geld auch den Bedürftigen zugutekommen und nicht für übelste Politpropaganda zweckentfremdet werden.

 Ich habe, wie alle Jahre,  für die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gespendet. Ich bin mir sicher, daß dort, wo man sich wirklich und ausschließlich um die Betreuung behinderter Menschen kümmert,  meine Spargroschen besser aufgehoben sind.

 Sie sollten sich für die Zukunft überlegen, ob Sie gut damit beraten sind, abgehalfterte oder noch aktive Parteipolitiker in Ihre Führung zu berufen. Die Versuchung für diesen Personenkreis, dann unter Missbrauch der Amtsstellung Politpropaganda zu betreiben ist offenbar zu verlockend.

 Gerade im Falle von Frau Ulla Schmidt ist die Sache pikant: Denn als Gesundheitsministerin wäre es ihre ureigenste Aufgabe gewesen, über die Gefahren von Eheschließungen unter nahen Verwandten aufzuklären. Das hat sie sträflich versäumt.

 Hochachtungsvoll

 Bernd Ulrich

Hier die Vorgeschichte:

Politische Instrumentalisierung von Euthanasieopfern: Widerwärtig