Der Mädchenmörder wurde eingebürgert

Es gibt Geschichten, die mich seltsam berühren: Erleichterung, wenn am Ende doch die Gerechtigkeit siegt und Übeltäter für ihre Schandtaten büßen müssen. Andererseits ist es quälend zu wissen, dass gewissenlose Mörder oft Jahrzehnte unbehelligt bleiben und oft noch belohnt werden. Hier zum Beispiel mit der deutschen Staatsbürgerschaft.  https://nius.de/kommentar/maedchen-aus-dem-main-diana

Das Mordopfer war nicht irgendein Mädchen. Es war die eigene Tochter des Mörders. Ein schmächtiges, ausgezehrtes Kind, 16 Jahre alt. Kein Ehrenmord, keine Tötung im Affekt. Der Mord war das blutige Ende einer jahrelangen Qual. Tatsächlich wog das Mädchen nur noch 36 Kilo, als es endgültig umgebracht wurde. Anschließend wurde der Leichnam wie illegaler Abfall im Fluss beseitigt.  Es muss Mitwisser, sehr wahrscheinlich auch Mittäter in der Familie geben. Omertà.  Bei der Beseitigung der Toten waren die Täter aber nicht sorgfältig genug: Der Leichnam wurde gefunden. Jetzt, nach Jahrzehnten, gibt es einen Fahndungserfolg. Aber ob auch Gerechtigkeit ihren Lauf nehmen wird? Das ist noch nicht sicher.

NIUS hat vor einigen Tagen → die ganze Geschichte veröffentlicht. Lesenswert vom ersten Wort bis zum letzten Satz. Berührend, aufrüttelnd. Dann dämmert es auch, warum der CDU-Präsident Daniel Günther das unbequeme Medium NIUS am liebsten mundtot machen würde. Denn solche Erzählungen stören die Legendenbildung von der friedfertigen, schönen bunten Vielfalt. – Gut, dass es NIUS gibt. Täglich frisch.

https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekannteTote/IM_2024/DE08/Sachverhalt_DE08.html



Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Gegen den Strom

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen