Kein Kreuz beim Kaeser

an der falschen Stelle! Keine Entlastung für Kaeser bei der Siemenshauptversammlung!

mein Stimmzettel als Aktionär (klicken zum Vergrößern)

Der Siemens-Boss heuchelt Sorge um das Ansehen Deutschlands. Angeblich würde die AfD dem schaden. So posaunt er regelmäßig vor der versammelten Presse. Vorausschauend hatte er schon früher  seinen Namen geändert: Der niederbayerische Josef Käser mutiere schon vor Jahren zum anglisierten Joe Kaeser. Eine Metamorphose eigener Art.  Das Deutsche ist ihm offensichtlich peinlich. Die Sorge um Reputation und Ansehen hindert allerdings nicht unseren Joe nicht daran, sich bei Donald Trump anzuwanzen. Gut zu sehen kürzlich auf den Fernsehbildern aus Davos, wo er sich wie schon früher direkt neben dem US-Präsidenten platzierte.  Dabei stört es ihn offensichtlich nicht, daß Trump das mehrheitlich von Schwarzen bewohnte Baltimore letztens als „dreckiges Rattenloch“ bezeichnet hat.  Und da macht der Joe sich Sorgen wegen  des Ansehen Deutschlands? Wegen der AfD?  Dabei haben die Amerikaner genug Selbstbeschäftigung mit dem eigenen ganz realen Rassismus. Irgendwelche üble Nachreden hierzulande, denn um solche handelt es sich bei Kaesers Käse, dürften jenseits des großen Teiches bestenfalls ein gelangweiltes  Schulterzucken hervorrufen.

https://new.siemens.com/global/de/unternehmen/investor-relations/hauptversammlung.html

Schon vor einem Jahr hatte ich in Wahrnehmung meiner Rechte als Aktionär dem Siemens-Selbstdarsteller die Entlastung verweigert. Welt, Spiegel und Focus hatten berichtet:

https://www.welt.de/wirtschaft/video187216834/Kopftuch-Maedel-Siemens-Chef-Kaeser-muss-sich-wegen-Anti-AfD-Tweet-verantworten.html

 https://www.welt.de/wirtschaft/article187183790/Joe-Kaeser-Aktionaere-sollen-ueber-AfD-Kritik-des-Siemens-Chefs-abstimmen.html

Antrag: Dem Vorstandsvorsitzenden Jo Kaeser ist die Entlastung zu verweigern. Begründung: Jo Kaeser hat durch peinliche öffentliche Äußerungen und Auftritte dem Ansehen des Unternehmens schwer geschadet. Seine persönlich motivierten, politischen Verlautbarungen  hatten keinen Bezug zu irgendeiner Geschäftstätigkeit von Siemens noch waren sie in irgendeiner Weise von Nutzen für Mitarbeiter und Aktionäre. Exemplarisch seien genannt die Affäre um  „BDM-Mädel“ und „Kopftuchmädchen“, die merkwürdige, in der Frankfurter Sonntagszeitung erhobene Forderung nach höheren Spitzensteuersätzen in Deutschland, die deplatzierten Anbiederungsversuche an Donald Trump sowie das Beharren auf einer Reise nach Saudi-Arabien unmittelbar nach dem Mord an dem Regimegegner Jamal Khashoggi. Wer so politisch instinktlos handelt, disqualifiziert sich für die Führung der Siemens AG.

Es freut mich, wenn sich nun andere Aktionäre diesem Protest angeschlossen haben. Ich zitiere aus den aktuellen Gegenanträgen. Der erstere ist wortgleich mit dem meinigen von 2019:

Herrn Kaesers persönlich motivierte, politischen Verlautbarungen und Auftritte hatten keinen Bezug zu irgendeiner Geschäftstätigkeit von Siemens noch waren sie in irgendeiner Weise von Nutzen für Mitarbeiter und Aktionäre.

Als Vorsitzender des Vorstands hat Herr Joe Kaeser geschäftsschädigende Handlungen und Aussagen zu unterlassen. Hiergegen hat Herr Kaeser im Geschäftsjahr 2018/2019 mehrfach verstoßen, indem er die gebotene politische Zurückhaltung vermissen ließ und gewählte Repräsentanten demokratischer Staaten verunglimpfte.

So äußerte er sich beispielsweise am 30/06/2019 auf Twitter zugunsten einer Kapitänin, die ihr Schiff trotz des ausdrücklichen Verbots durch staatliche Stellen in einen italienischen Hafen eingefahren und dabei Menschenleben in Gefahr gebracht hatte.

Dazu ergänzte Herr Kaeser „People who kill, seed and foster hate and harm should be [arrested]“, womit er ganz offensichtlich den damaligen italienischen Innenminister meinte, einen Angehörigen einer demokratisch gewählten Regierung (siehe z. B. https://www.welt.de/wirtschaft/article196202915/Siemens-Chef-Es-ist-richtig-wenn-Herr-Kaeser-ein-qutes-Zeichen-setzt.html ).

Italien ist für die Siemens AG ein bedeutender Markt. Durch die Verunglimpfung eines gewählten Repräsentanten dieses Landes hat Herr Kaeser der Siemens AG Schaden zugefügt. Darauf, dass die von Herrn Kaeser gelobte Kapitänin zwischenzeitlich zur Missachtung geltender deutscher Gesetze aufruft, sei nur ergänzend hingewiesen

(https://www.welt.de/politik/deutschland/article204333652/Carola-Rackete-ruft-fuers-Klima-zu-zivilem-Ungehorsam-auf.html ).

Am 20/07/2019 verunglimpfte Herr Kaeser, ebenfalls auf Twitter, den demokratisch gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika als „das Gesicht von Rassismus und Ausgrenzung“ (siehe z.B. https://www.welt.de/wirtschaft/article197172341/Kaeser-attackiert-Trump-Gesicht-von-Rassismus-und-Ausqrenzunq.html  ). Eine solche Äußerung ist nicht nur vom Stil her eines Vorstandsvorsitzenden unwürdig. Sie ist vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten der größte einzelne Absatzmarkt der Siemens AG sind, ausgesprochen geschäftsschädigend.

Als Vorstandsvorsitzender hat Joe Kaeser nicht nur die Interessen der Mitarbeiter der Siemens AG, sondern auch die der Aktionäre zu vertreten. Insoweit hat er jedwedes geschäftsschädigende Handeln zu unterlassen. Hiergegen hat Herr Kaeser verstoßen, als er einer gerade einmal 23 Jahre alten sog. „Umweltaktivistin“ öffentlichkeitswirksam einen Posten im Aufsichtsrat der Siemens Energy angeboten hat.

Durch dieses sich anbiedernde Angebot hat er aber sträflich nicht nur die Reputation eines der letzten großen Deutschen Unternehmen mit Weltrang aufs Spiel gesetzt.

Wäre dieses Angebot angenommen worden, dann hätte Herr Kaeser damit das gesamte, von ihm geleitete Unternehmen in Gefahr gebracht, denn der AR hat bekanntlich den Vorstand zu

kontrollieren, was diese „Klimaaktivistin“ aber auf Grund unzureichender Qualifikation und mangelnder beruflichen Erfahrung nicht hätte leisten können.

Wer aber ernsthaft beabsichtigt, in solch einer Konstellation den Bock ( hier FFF ) quasi zum Gärtner zu machen, der zeigt überdeutlich, dass er sich entweder der Bedeutung für seinUnternehmen und den Technologiestandort Deutschland nicht bewusst ist, oder schlimmer noch, dass er tatsächlich in Erwägung zieht, die Geschäftspolitik eines Milliardenkonzerns mit hunderttausenden von Mitarbeitern weltweit in die unberechenbaren Hände einer ideologisch instrumentalisierten Gruppe zu legen, deren Ziel es ist den Hightech Standort Deutschland zu unterminieren und der Siemens AG im internationalen Vergleich gravierende Nachteile zu bescheren. Dadurch dass Herr Kaeser dieses Risiko in Kauf nehmen wollte, hat er deutlich gezeigt, dass er zu verantwortlicher Führung des Siemens Konzerns nicht geeignet ist. Ihm ist deshalb auf der HV 2020 die Entlastung zu verweigern.

So die Begründungen der Gegenanträge. Hoffen wir auf eine fette Klatsche für  Kaeser!

 



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