Hass und Zwietracht: Die Ratinger Volkssolidarität

Volkssolidarität Ratingen: Erstmalig wurde ich auf diesen eigentümlichen Verein vor einem Jahr aufmerksam, als mir ein Freund mitteilte, daß diese Organisation kräftig gegen die AfD stänkert. Gutgläubig, wie ich von Natur aus bin, schrieb ich denen einen Brief:

Sehr geehrte Frau E.,

 ich schreibe Sie an in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Volkssolidarität in Ratingen.

 Ein Freund leitete mir Ihre Botschaft aus einem Rundbrief, den Sie an Ihre Mitglieder geschickt haben sollen, weiter. Ich zitiere:

 …. dass das politische Klima in diesem Land rauer geworden ist. Populistische und rechtsradikale Ansichten finden bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft Zustimmung. Im Landtag von Thüringen ist Björn Höcke AfD-Fraktionsvorsitzender. Ihn darf man nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Meiningen als Faschist bezeichnen. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, was deutsche Faschisten insbesondere in der Zeit von 1933 – 45 angerichtet haben…..

 Meine Anmerkung: Nicht alles, was in Deutschland nicht strafbewehrt ist, ist auch angemessen und statthaft. So darf man hierzulande mit staatsanwaltschaftlichem bzw. höchstrichterlichen Segen „Soldaten als Mörder“, Deutsche als „Köterrasse“ bzw. „Schweinefresser“, Frau Künast als „Drecksfotze“, Frau Weidel als „Nazi-Schlampe“ und den türkischen Präsidenten als „Ziegenficker“  bezeichnen.  Das ist nur eine kleine Auswahl. Alles Verbalinjurien, die als  grundrechtlich geschützte Meinungsfreiheit straffrei geäußert  werden dürfen, die ich mir aber trotzdem nicht zu eigen machten möchte.

 Aber ich nehme Ihre Sorgen um die Zukunft dieses Landes und seiner Gesellschaft ernst. Ich denke, daß auch Sie durch die allfällige Diffamierung durch die Leitmedien beeinflusst wurden. Wenn Sie wirklich etwas über die AfD ohne journalistische Einengung, Filterung und Verdrehung erfahren wollen, dann stehe ich Ihnen als Gesprächspartner gerne zur Verfügung.

 Ich bin zwar von meiner Ausbildung her Naturwissenschaftler, kenne mich aber in deutscher Geschichte, insbesondere der des europäischen und des deutschen  Faschismus so gut aus, daß ich keiner Diskussion darüber aus dem Wege gehe. Ich bin zuversichtlich, in einem ernsthaften Dialog Ihre Sorgen zerstreuen zu können.

 Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, mit freundlichen Grüßen

Was soll ich sagen? Ich bekam keine Antwort, kein Dankeschön für meine freundlichen Grüße.

Ein zweites Mal fielen mir der Laden unangenehm auf, als die gemeinsam mit Rot-Grün und Jusos  gegen unsere Info-Veranstaltung zum Thema „Klimawandel“ hetzten. Damals tönte es wörtlich: „Es muß klare Kante gezeigt  werden gegen die AfD“.   Ich war immer noch gutgläubig naiv und lud wiederum zum Gespräch ein:

Sehr geehrte Diverse, Damen und Herren der Volkssolidarität in Ratingen,

 mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, daß Ihre Organisation aufruft zu einer Demonstration gegen unsere Mitgliederversammlung im Freizeitzentrum West.  So vermeldet es die Rheinische Post. Bekanntlich dienen diese „Demonstrationen“ zur Einschüchterung und Verängstigung von Bürgern, die sich bei uns informieren wollen. Unter Solidarität habe ich bislang etwas anderes verstanden.

Ich kann mich nicht erinnern, daß wir uns je persönlich begegnet sind. Von daher frage ich mich, was Sie dazu bewegt, sich dieser hauptsächlich von Rot-Grün getragenen politischen Veranstaltung anzuschließen. Deshalb nehme ich die Aufforderung, die Sie auf Ihrer Web-Seite haben, wörtlich und spreche die gleiche Einladung an Sie aus:

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie einmal persönlich begrüßen dürfen bei uns     

Am Dienstag haben Sie Gelegenheit dazu. Freizeitzentrum West, 19:00 Uhr, erste Etage.

 Mit freundlichen Grüßen Bernd Ulrich

Und wiederum keine Antwort.  Das weckte mein Interesse.  Eine kurze Recherche: Tatsächlich, die Wurzeln dieses Vereins liegen  in der diktatorisch-kommunistischen Vergangenheit des Ostens. Ein paar ewig Gestrige glaubten tatsächlich daran, dieses gescheiterte Gesellschaftsmodell, das Millionen den Tod brachte und Generationen um ihre Lebenschancen betrogen hatte, auch hier im Westen gesellschaftsfähig zu machen.

Ratingen: Der einzige West-Stützpunkt der Volkssolidarität, so titulierte die Westdeutsche Zeitung. Als linkes „Urgestein“ bezeichnete ein den Linken zugeneigter jugendlicher RP-Reporter deren Frontmann Manfred E.  Übrigens: besagter Manfred E., weit abgeschlagener Bürgermeisteraspirant für Ratingen, polterte auf der Plattform „Ratinger Wochenblatt“ unter der Überschrift „Hass und Hetze“  jüngst wieder gegen die AfD.  Das veranlasste uns zu einer Pressemitteilung:

Vertreter der Volkssolidarität in Ratingen scheuen nicht davor zurück, eine Verbindung der  Ratsherren der AfD zu den Morden von Wien, Hanau und Wien zu konstruieren. Bekanntlich ist die Volkssolidarität ein Gewächs der (Gottseidank) längst verblichenen DDR. Und so wundert es nicht, daß sich deren Ratinger Pressesprecher in der Vergangenheit als Kandidat der Linkspartei aufstellen ließ. Die  Gründerin der Ratinger Ortsgruppe publiziert gelegentlich auch für die DKP, die Deutsche Kommunistische Partei. Zu dieser eigentümlichen Melange bemerkt Bernd Ulrich als Sprecher der AfD in Ratingen: „Mit dem Personal aus der Nachfolgeorganisation der ehemaligen SED, der Partei der Mauerschützen und eines verbrecherischen Regimes, wollen wir nun wirklich nichts zu schaffen haben. Diese Leute haben sich von ihren kommunistischen Phantasien von der Diktatur des Proletariats nie glaubwürdig distanziert. Wir hingegen stehen fest auf dem Boden der freiheitlichen Demokratie, der Achtung der Persönlichkeitsrechte und für die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes.“

Aber schauen wir uns diese  Genossen doch mal genauer an: Zum Fotoshooting erschien besagter Manfred E. mit einer Che-Guevara-Kopfbedeckung. Darauf prangt ein roter Sowjetstern und ein Flagge, die vermutlich die des kubanischen Fidel-Castro-Regimes ist.

Wer Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Befreiung der Völker Osteuropas vom sowjetischen Joch sich immer noch mit den Emblemen kommunistischer Diktaturen schmückt,  der hat  aus der Geschichte nichts gelernt und braucht sich nicht zu wundern, wenn er als Ewig-Gestriger in eine entsprechende Schublade gesteckt wird.

Vor einigen Wochen wurde Manfred E. in den Integrationsrat der Stadt Ratingen gewählt.

Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar.

 


2 Kommentare on “Hass und Zwietracht: Die Ratinger Volkssolidarität”

  1. […]  Herr Evers und sein Verein sind durch Hetze gegen mich und meine Parteifreunde wiederholt unangenehm aufgefallen.  Mehrere gut gemeinte Gesprächsangebote meinerseits blieben unbeantwortet. Zusammen mit Gesinnungsgenossen unterzeichnete er im September ein diffamierendes Pamphlet mit dem Zweck, mich und unsere Ratskandidaten als Rechtsextremisten zu brandmarken. Der vorläufige Höhepunkt des Absurden war ein Artikel im Ratinger Roten Punkt,  in dem Vertreter seines Vereins einen Zusammenhang zwischen unseren Ratsherren und den Terroranschlägen von Hanau, Wien und Paris herstellten.   […]

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  2. […] Ratingen fühlte sich durch mich schon  bei früherer Gelegenheit beleidigt. Ich hatte nämlich →hier darüber spekuliert, ob die schemenhaften Umrisse um den roten Stern auf seiner Mütze […]

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