Klimaalarmismus, gestern und heute

Wehe, wenn es wärmer wird!

So lautet der warnende Aufmacher der Zeitschrift GEO, die vor mir liegt. Die Warnungen sind wohlvertraut und könnten direkt von Greta und Ihren Adepten stammen: Die Prognose des Aufsatzes: In 30 bis 40 Jahren wird es dann richtig schlimm. Aus dem Text:

Wehe, wenn das Gas Kohlendioxid, Endprodukt jeden Verbrennungsprozesses, auch weiterhin im Übermaß in die Atmosphäre steigt. Wissenschaftler warnen vor katastrophalen Klimaänderungen schon in der nahen Zukunft. Sie prophezeien gewaltige Überschwemmungen und Dürren wenn es wärmer wird

Wer den Wald vernichtet, vergiftet den Organismus der Erde

Jedes Jahr wird – meist zugunsten von Acker- und Weideland – tropischer Urwald von einer Gesamtfläche zerstört, die fast der Größe der Bundesrepublik entspricht. Dies entläßt Kohlendioxid in die Atmosphäre und vernichtet gleichzeitig den natürlichen Apparat, der es wieder an sich binden kann: Zum einen werden durch das Verbrennen gewaltige Mengen Kohlendioxid freigesetzt, zum anderen wird eben die Vegetation zerstört, die dieses Gas für ihre Ernährung genutzt und es damit fixiert hat

 

Die größte Gefahr für unsere Umwelt quillt aus den Schornsteinen

Einerlei, ob Holz. Kohle. Erdöl oder Erdgas verbrannt wird – nur Ruß und der harmlose Wasserdampf sind normalerweise sichtbar. Die anderen gasförmigen Substanzen, zumal Kohlen- und Schwefeldioxid, bleiben dem Auge verborgen. Durch menschliche Aktivitäten nimmt der Kohlendioxidgehalt der Luft stetig zu – und der »Treibhaus-Effekt«, den dieses Gas in der Atmosphäre bewirkt. Ungewollt heizt der Mensch damit seine Umwelt auf

 

Der Raubbau an fossilen Brennstoffen stört das natürliche Gleichgewicht

Der Ursprung allen Kohlendioxids ist das Innere der Erde. Von dort gelangt es, seit unser Planet existiert, durch Vulkaneruptionen wie hier im Auqust 1983 auf der indonesischen Insel Una Una zusammen mit anderen Gasen und Staub in die Atmosphäre. Das Leben auf der Erde wäre an diesen Ausdünstungen längst erstickt, wenn nicht nahezu alles Kohlendioxid für den Aufbau pflanzlicher Substanz wieder verarbeitet worden wäre. Aus gewaltigen Mengen solcher Pflanzensubstanz entstanden die Lagerstätten fossiler Brennstoffe – Kohle, Erdöl und Erdgas – die wir heute wiederum verbrennen. Die Folge: Kohlendioxid wird im Übermaß wieder freigesetzt

 

Holland in Not, zur Hälfte im Meer verschwunden

Aber: Dieser Artikel ist schon vor 35 Jahren geschrieben worden. Denn genannte Zeitschrift Geo stammt vom April 1984!

Fazit. 1984. Vor 35 Jahren.

Katastrophe? Mitnichten. Was ist inzwischen passiert: Die CO²-Anteil ist, wie vorhergesagt, weiter angewachsen. Was nicht oder kaum messbar gestiegen sind: Die Meeresspiegel. Bisher ist kein Inselstaat im Meer versunken und die Holländer leben immer noch bequem hinter ihren Deichen. Tatsächlich ist die Welt sogar grüner geworden, wie die Satellitendaten der NASA bestätigen. Die alte Streitfrage, ob denn der gestiegene Kohlendioxidanteil tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zur atmosphärischen Erwärmung darstellt, ist unter seriösen Wissenschaftlern immer noch umstritten. Dieses Thema ist hochgradig ideologisch aufgeladen: Die Skeptiker werden als „Klimaleugner“ verunglimpft. Ein Kampfbegriff, der absichtsvoll Assoziationen an NAZI-Verbrechen und ihre Apologeten wecken soll. Selbsternannte Weltretter und auch Politiker greifen in diesen Tagen nur allzu gern gierig zu um das Thema für sich zu vereinnahmen und sich mit hektischem Aktionismus zu profilieren und politisches Kapital daraus zu schlagen. Dabei ist das Problem alles andere als neu. Besonnenheit und praktische Vernunft bleiben auf der Strecke.

In 35 Jahren sind wir klüger. Meine Prognose: Grönland ist dann immer noch unter einem Eispanzer und die Südseeinseln immer noch begehrte Urlaubsziele. Sofern uns Politiker bis dann nicht Flug- und Schiffsreisen verboten haben.

GEO Nr. 4 April 1984


One Comment on “Klimaalarmismus, gestern und heute”

  1. amanita sagt:

    Super Beitrag, ich habe zuerst gedacht, das ist ein Artikel von heute🙂Übrigens gab es 1952 in London bereits einen so starken Smog, dass währenddessen und noch einige Monate später Hunderte von Menschen tot umfielen bzw. Atemwegserkrankungen erlagen. Ursache: CO 2 und Schwefel aus der massenhaften Verbrennung minderwertiger Kohle. Die Regierung hatte zunächst keine Lust, etwas dagegen zu unternehmen… Allmählich schien sich aber dann doch etwas zu ändern, denn ein derart tödlicher Smog ist in London seither nie mehr aufgetreten.

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