Zensur durch WAZ-Zeitungsgiganten zum Nachteil der AfD

So etwas nennt man eine missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung: Die SPD-nahe Funke-Mediengruppe, der führende Zeitungskonzern in NRW, boykottiert die AfD!  Es bleibt nicht nur bei der journalistischen Diffamierung: Der AfD ist das Inserieren in den Zeitungen untersagt! Auch wir hier im beschaulichen  Ratingen sind betroffen!  – Was ist passiert:

Ich hatte vor einigen Tagen einen Termin für heute mit dem Ratinger Wochenblatt, unserem lokalen kostenlosen Anzeigeblättchen,  vereinbart. Thema sollte eine auf Ratingen zugeschnittene Anzeigenkampagne unserer Partei sein. Direkt vor den Eingang des Verlages empfing mich der hiesige Vertriebsbeauftragte und teilte mir mit bedrückter Miene mit:

Es gibt seit zwei Tagen eine Anweisung der Funke-Mediengruppe, im Wahlkampf keine Annoncen der AfD anzunehmen!

Ein ausgemachten Skandal!  Seit zwei Jahren ist das zuvor unabhängige Wochenblatt, im Volksmund wegen der Aufmachung auch als „Roter Punkt“ bezeichnet, im Besitz von Funke. – Bei früherer  Gelegenheit hatte der Rote Punkt durchaus unsere AfD-Anzeigen veröffentlicht; etwa hier im Jahre 2017:

Artikel 5 des Grundgesetzes: »Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten (…) Eine Zensur findet nicht statt.«

Das Ratinger Wochenblatt (der Rote Punkt) nimmt nun also im Kommunalwahlkampf keine Inserate der AfD an. Wie mir zunächst mündlich (!) und später schriftlich mitgeteilt wurde, gibt es eine Anweisung aus der Funke-Mediengruppe keine Anzeigen unserer Partei zu veröffentlichen.  Der Rote Punkt gehört seit  einiger  Zeit zu diesem SPD-nahen, marktbeherrschenden  Medienkonzern. Dazu zählen u.a. diese Blätter: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Essen),Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (Essen),Westfälische Rundschau (Essen/Unna),Westfalenpost (Hagen),Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, Thüringer Allgemeine (Erfurt), Ostthüringer Zeitung (Gera), Thüringische Landeszeitung (Weimar), Braunschweiger Zeitung, Harz Kurier (Osterode am Harz), Hamburger Abendblatt, Bergedorfer Zeitung (Hamburg), Berliner Morgenpost  sowie nahezu hundert lokale Anzeigenblätter, darunter eben auch das Ratinger Wochenblatt.  Ein Redaktionsmitarbeiter des Ratinger Wochenblattes, mit dem ich noch im Juli ein vertrauensbildendes Gespräch führte, ist seit dem 1. August nicht mehr im Amt.

Besonders dreist: Der Rote Punkt (Nomen est Omen!) bezeichnet sich in seinem Aufmacher als unabhängig!

Daraufhin gab ich die nachfolgende Presseerklärung:

Der Stadtverband der AfD in Ratingen verurteilt die Entscheidung der Funke-Mediengruppe, keine Inserate der AfD mehr anzunehmen. Davon ist auch das Ratinger Wochenblatt betroffen, das vor einigen Jahren von dem Essener Zeitungskonzern aufgekauft wurde. Hierzu äußert sich Bernd Ulrich als  Sprecher des Stadtverbandes: „Die Entscheidung dieses der SPD nahestehenden Medienkonzerns ist für uns eine ganz klare unakzeptable Benachteiligung im politischen Wettbewerb. Es handelt sich um nichts weniger als die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung zu politischen Zwecken. Denn nach dem Verschwinden des „Dumeklemmer“ ist der „Rote Punkt“ das einzige verbliebene Anzeigenblatt, das wöchentlich  in der Ratinger Region kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. Wir als AfD verurteilen diese Einmischung der WAZ-Zeitungsgruppe in den NRW-Kommunalwahlkampf. Dieses unfaire Gebaren widerspricht jeder demokratischen Spielregel. Wir bedauern dies umso mehr, als das Ratinger Wochenblatt in der Vergangenheit unter der alten Eigentümerstruktur anstandslos unsere Inserate veröffentlichen durfte.“

Überflüssig zu erwähnen, daß diese Pressemitteilung nicht abgedruckt wurde.

Ungeachtet des Boykotts werden wir diese Botschaft weiterverbreiten. Gottseidank gibt es inzwischen die sozialen Medien.  So wie diese hier.


4 Kommentare on “Zensur durch WAZ-Zeitungsgiganten zum Nachteil der AfD”

  1. Hat dies auf Alternative Ansichten rebloggt und kommentierte:

    Pressezensur im Ratinger Roten Punkt …

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  2. Kullmann sagt:

    Das ist ein Wettbewerbsnachteil mit anderen demokratischen Parteien der Kommune Ratingen. Stadtpolitik, die Basis der demokratischen Willensbildung, wird von diesem Medienkonzern Funke torpediert. Die Anzeigen der AfD würden ja bezahlt werden. Anscheinend hat Funke vom Steuerzahler zuviel Subventionen bekommen. Mit einem SPD Finanzminister geht sowas leichter.

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  3. Christoph Mause sagt:

    Da kann man mal sehen, wie wenig Plan Sie haben. Die Funke-Mediengruppe steht schon lange nicht mehr “der SPD nahe”. Nach dem Tod von Frau Brost, deren Mann nachgesagt wurde, dass er eher der SPD nahestand, haben die eher konservativ geprägten Erben von Herrn Funke die Anteile übernommen. Die Familie Grootkamp und Herr Holthoff-Pförtner sind die größten Aktionäre. Beide leider nicht der “SPD nahestehend”. Nächstes Mal besser recherchieren, Bernd.

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